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- Maredamare baut aus
In Florenz Beachwear ordern - das kann man vom 19. bis zum 21. Juli auf der 18. Ausgabe der Maredamare in Florenz. Veranstalter Underbeach freut sich über regen Zuspruch: Rund 50 neue Aussteller:innen werden ihre Kollektionen präsentieren, insgesamt sind es über 240 Marken, die Fachhändler:innen in nun zwei Hallen entdecken können. Fast die Hälfte (47 Prozent) kommen dabei aus dem Ausland. „Wir beobachten ein starkes Interesse neuer Unternehmen, die die Maredamare als Plattform entdecken“, sagt Raffaella Petrossi, Generaldirektorin der Messe. Darunter seien vermehrt Wäsche- und Lingerie-Marken, die ihre Sommerkollektionen gezielt in Florenz zeigen wollten. Für den Fachhandel spannend: Neben klassischer Bademode sind viele Anbieter von Beach-Accessoires, Resortwear und weitere sortimentsergänzende Produkte vor Ort, um dem Fachhandel zu ermöglichen, ein verkaufsstarkes Umfeld zu schaffen. Das Rahmenprogramm bietet Workshops zu TikTok Shop, WhatsApp Business und BH-Fitting sowie Trendanalysen für die folgenden Jahre. Highlight werden die Modenschauen im neu gestalteten Cavanglia Pavillon sein, hier dürfen auch Nachwuchsdesigner:innen aus dem CNA Federmoda-Wettbewerb ihre Entwürfe zeigen. maredamare.eu
- Wonderland initiiert "Italian Quarter"
Die Messe Wonderland (13. bis 15. Juli) hat neue Event-Kooperationen angekündigt. Unter anderem wird die Fachmesse in London ein "Italian Quarter" mit vielen namhaften Marken - darunter Casa Mastro Positano, Isa Belle, Oscalito, Pierre Mantoux, Raffaela D’Angelo und Verdiani - einrichten. Der besondere Clou: Das italienische Konsortium „Consorzio Italian Lingerie Export“ sponsert italienisch inspirierte Mittagessen und Cocktails, um seine Marken international sichtbarer zu machen und den fachlichen wie kulturellen Austausch zu fördern. wonderland.com
- Europäische Stoffe für den US-Markt
Die nächste MarediModa Miami (31. Mai bis 02. Juni) wird wieder unter Beteiligung europäischer Stoffhersteller:innen, vor allem aus Spanien und Italien, stattfinden. Die Messebeteiligung ist Teil einer strategischen Antwort auf Unsicherheiten in globalen Lieferketten und eine Reaktion auf vermehrte Kritik an intransparenten Produktionspraktiken, wie sie zuletzt in Social-Media-Kampagnen aus Asien geäußert wurden. "Wir sind zuversichtlich, dass unsere Stoffe angesichts der jüngsten Veränderungen in der Lieferkette zunehmend geschätzt werden", ist sich Claudio Taiana, President of MarediModa, sicher. "Die Vereinigten Staaten waren schon immer ein wichtiger Partner und Markt für unsere Unternehmen. Daher ist eine Investition in die Miami-Mission entscheidend." Als Rahmen dient die Miami Swim Week, die wieder viele Fachbesucher:innen anziehen dürfte.
- Mehrwert Online-Informationen
Ob zu Hause auf dem Sofa oder direkt im Geschäft: Die Entscheidung, ob etwas gekauft wird oder nicht, hängt immer öfter von digitalen Informationen ab. Produktbeschreibungen, Bewertungen, Empfehlungen aus sozialen Netzwerken – all das fließt in die Entscheidung der Kundschaft mit ein. Besonders bei jungen Menschen unter 30 zeigt sich das deutlich: Drei Viertel dieser Altersgruppe lassen sich über Social Media inspirieren. Wer dort nicht präsent ist, riskiert, übersehen zu werden. Stationär bleibt – aber nicht ohne digitalen Anschluss Trotz aller Online-Dynamik bleibt der Einkauf vor Ort in vielen Bereichen wichtig. Aber: Auch im Laden erwarten Kundinnen und Kunden inzwischen digitale Services. Viele nutzen während des Einkaufs ihr Smartphone, um Preise zu vergleichen oder Rezensionen zu lesen. Wer im Geschäft digitale Informationen bereithält – etwa über QR-Codes direkt am Regal – verschafft sich einen klaren Vorteil, gerade wenn kein Verkaufspersonal zur Verfügung steht. Gute Informationen machen weniger preissensibel Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie: Wer transparent und hochwertig informiert, macht den Preis zweitrangig. Rund ein Viertel der befragten Personen gab an, bei guter Informationslage weniger stark auf den Preis zu achten. QR-Codes schlagen die Brücke Ob auf der Verpackung, am Regal oder auf dem Kassenbon – QR-Codes sind eine einfache, aber effektive Möglichkeit, die digitale Welt mit dem Einkaufserlebnis vor Ort zu verbinden. Schon heute nutzt etwa die Hälfte der Kundinnen und Kunden regelmäßig QR-Codes. Dennoch fehlt vielen Unternehmen eine klare Strategie für den Einsatz. Dabei bietet diese Technologie enormes Potenzial – von Anwendungsvideos über Inhaltsstoffe bis hin zu exklusiven Aktionen. Fazit: Wer heute informiert, verkauft auch morgen Die Ergebnisse der Studie sprechen eine klare Sprache: Wer digital nicht sichtbar ist, verliert auch vor Ort. Einzelhändlerinnen und Einzelhändler sowie Markenverantwortliche sind gut beraten, digitale Inhalte nicht nur im Onlineshop, sondern auch stationär bereitzustellen – emotional, konsistent und interaktiv. Denn die Entscheidung für oder gegen ein Produkt fällt heute oft unterwegs – und selten ohne digitale Begleitung. 📎 Zur Studie : Die vollständigen Ergebnisse von ECC KÖLN und 1WorldSync stehen hier kostenfrei zum Download bereit.
- GEsamtmasche wählt Präsidentin wieder
Martina Bandte (Karl Conzelmann / Nina von C.) bleibt Präsidentin der Gesamtmasche. Sie wurde am 13. Mai durch die Mitgliederversammlung in ihrem Amt bestätigt. Die Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Karl Conzelmann GmbH & Co. KG in Albstadt steht dem Verband bereits seit 2013 vor. Sie vertritt die Branche außerdem im Präsidium des Gesamtverbandes textil+mode in Berlin. Für ihre nächste Amtszeit will Martina Bandte den Fokus klar auf die Wettbewerbsfähigkeit am Standort legen: "Damit Unternehmen wieder Vertrauen in den Investitionsstandort fassen, müssen schleunigst spürbare Entlastungen her", fordert die Präsidentin. "Europa ist weder eine Insel noch eine Festung. Wenn Waren aus dem Ausland weniger Auflagen unterliegen wie die heimisch produzierten, und wenn gleichzeitig europäische Produkte im Ausland nicht mehr konkurrieren können, weil sie künstlich verteuert und verschlechtert sind, kann etwas nicht stimmen. Hier muss Abhilfe her, und zwar sofort." Auch der Vizepräsident Roman Braun (Triumph) und Schatzmeister Florian Bahner (Bahner Strumpf) wurden für drei Jahre wiedergewählt, ebenso wie die Präsidiumsmitglieder Dr. Sebastian Binner (Falke), Walter Michael Leuthe (Ferd. Hauber), Markus Mey (Mey) und Gerald Rosner (strickchick). Martina Bandte bedankte sich bei den Präsidiumsmitgliedern für die Unterstützung: "Ich freue mich sehr, dass das gesamte bisherige Präsidium erneut kandidiert hat und bereit ist, die Interessen unserer Branche auch weiterhin im Ehrenamt zu vertreten." Neu dabei ist Christy Keppel. Die Gesellschafterin der ISCO-Textilwerk Gebr. Ammann GmbH & Co. KG in Stuttgart ist nach mehreren Jahren im Investment-Banking im letzten Jahr ins Familienunternehmen zurückgekehrt und steigt in Kürze in die Geschäftsleitung ein. Bandte schätzt auch ihr Engagement: "Mit Christy Keppel bereichert uns eine engagierte und dynamische Repräsentantin der jungen Unternehmergeneration." gesamtmasche.de
- Schiesser eröffnet im Hauptbahnhof BErlin
Schiesser ist angekommen – mitten im Herzen Berlins und genau dort, wo täglich Hunderttausende unterwegs sind: im Berliner Hauptbahnhof. Anfang Mai eröffnete das Traditionsunternehmen seinen ersten Store in einem Hauptbahnhof überhaupt. Mit der rund 40 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sichert sich Schiesser Sichtbarkeit an einem der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte Europas. Und das bewusst: „Die Hauptstadt ist für uns ein besonderer Standort. Sie ist lebendig, vielfältig und in Bewegung. Genau dort wollen wir als Marke sichtbar sein“, so Sonja Balodis, CEO der Schiesser Group. Markenerlebnis auf kleinem Raum Ob Ribshirts, beliebte Klassiker oder die aktuelle Frühjahr-/Sommer-Kollektion: Der neue Store setzt auf eine kuratierte Auswahl hochwertiger Essentials für Damen und Herren. Klar strukturiert, modern präsentiert und mit einem offenen Storekonzept schafft Schiesser ein Markenerlebnis, das auch im schnellen Takt des Bahnhofsverkehrs überzeugen soll. Mit der Filiale im Berliner Hauptbahnhof verfolgt das Unternehmen seine Strategie weiter, Kundinnen und Kunden direkt vor Ort anzusprechen. "Ziel ist es, die Marke nahbar zu machen, Begegnungen zu schaffen und Kundinnen und Kunden durch Qualität und Komfort zu überzeugen", heißt es aus dem Unternehmen. Deshalb sei der neue Standort in Berlin Teil einer größeren Vision: Menschen im Alltag zu begleiten – mit Produkten, die zuverlässig sind, bequem sitzen und stilvoll auftreten. schiesser.com
- MyMarini: Gründerin gibt Geschäftsführung ab
Will neue Händlerinnen und Händler für MyMarini gewinnen: Die neue Geschäftsführerin Eva Heinemann. Das Hamburger Bademodenlabel MyMarini meldet personelle Veränderungen: Die Gründerin Mareen Albright und ihr Ehemann William haben die Geschäftsführung an Eva Heinemann übergeben. Die 43-Jährige war bisher im Unternehmen als Head of Brand & E-Commerce zuständig und ist seit Mitte Mai verantwortlich. Ihr Fokus liegt auf Vertrieb und Marketing und sie hat sich viel vorgenommen: "Wir wollen MyMarini als Vorbild für eine nachhaltige Unternehmensführung etablieren – in Europa und weltweit", erklärt Eva Heinemann. "Mit innovativen und zukunftsweisenden Lösungen soll MyMarini nicht nur Maßstäbe in der nachhaltigen Modebranche setzen, sondern auch andere inspirieren, verantwortungsbewusst zu wirtschaften." Mareen und William Albright bleiben auch künftig im Unternehmen tätig: Mareen wird sich auf Design und die Wertewelt der Marke fokussieren, William berät in Finanzfragen. Sie hatten noch die internationale Zertifizierung des Unternehmens nach B Corp erreicht und damit einen hohen sozialen, ökonomischen und ökologischen Standard etabliert. Dem will auch das neue Führungsteam folgen, zu dem neben Eva Heinemann auch Lia Bernard gehört, die bereits seit 2023 den Bereich Operations verantwortet. Gemeinsam wollen sie das Unternehmen strategisch weiterentwickeln und vor allem das internationale Händlernetzwerk ausbauen. "Mein Ziel ist es, die Marke weiter zu internationalisieren, unsere Community auszubauen und zu stärken sowie gleichzeitig innovative, nachhaltige Lösungen für uns als Modemarke voranzutreiben", erklärt Heinemann. "Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Kreativität und Effizienz Hand in Hand gehen und man gerne arbeitet. Gemeinsam wollen wir mit MyMarini zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsbewusstes Handeln kein Widerspruch sind." mymarini.com
- Online wächst wieder
Nachdem sich das Online-Wachstum in den letzten Jahren eher verlangsamt hatte, stellt der Handelsverband Deutschland (HDE) für 2024 ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fest. Damit ist der Onlineanteil am Einzelhandel insgesamt bei 13,4 Prozent für das letzte Jahr. 2023 waren es 13,2 Prozent gewesen. Ausländische Onlineanbieter machen rund 10 Prozent des Onlinevolumens aus. Der HDE geht davon aus, dass sich das Wachstum auch in diesem Jahr fortsetzt und rechnet mit rund 4 Prozent Zuwachs. einzelhandel.de
- Lascana und Calida setzen auf Überseequartier
Mit der Eröffnung des Westfield Hamburg-Überseequartiers im April nutzen die Bodywearmarken Calida und Lascana neue Chancen in der stationären Markeninszenierung: Beide Unternehmen präsentieren sich in architektonisch anspruchsvollen Store-Konzepten, die gezielt auf hochwertige Kundenerlebnisse und langfristige Markenbindung ausgerichtet sind. CALIDA eröffnet auf rund 45 m² eine Premiumfläche, die durch Elemente wie Wiener Geflecht an der Storefront das Designbewusstsein und die Handwerkskultur der Marke unterstreicht. Der Store bietet Raum, die CALIDA-Markenwelt in ihrer gesamten Qualität sichtbar und erlebbar zu machen. „Mit dem neuen Store im Westfield Hamburg-Überseequartier setzen wir ein deutliches Zeichen für unsere Ausrichtung auf hochwertige Premiumlagen und schaffen einen Ort, an dem unsere Marke mit allen Sinnen erlebbar wird“, so Valdrin Ethemi, Director Retail CALIDA. LASCANA präsentiert auf etwa 86 m² eine exklusive Auswahl an Lingerie, Bade- und Strandmode, Basics und Accessoires. Besonderes Highlight sind vier großzügige Umkleidekabinen mit individuell einstellbarem Lichtkonzept, das verschiedene Lichtvarianten für komfortable Anproben bietet. „Wir unterstreichen mit dieser Eröffnung im kosmopolitischen und urbanen Umfeld unser Engagement für den stationären Handel“, heißt es aus dem Unternehmen. Die Vorteile des erlebnisorientierten Einkaufens und die starke Kundenbindung seien Vorteile, die nur ein POS bieten könne. Das Westfield Hamburg-Überseequartier, konzipiert als integrierter Stadtteil in der HafenCity, vereint unmittelbare Wasserlage, Nähe zur Innenstadt und ausgezeichnete Erreichbarkeit. Neben Geschäften sind auch Wohnungen, Büros und Kulturangebote entstanden, was das Areal zu einem attraktiven Umfeld für einheimische wie auch touristische Zielgruppen macht. Das Projekt umfasst 13 Gebäude mit rund 170 Geschäften, Gastronomie, einem Kreuzfahrtterminal, Hotels und rund 580 Wohnungen. Es soll jährlich rund 16 Millionen Besucherinnen und Besucher anziehen. lascana.com INFO: Eigentlich hätte die Eröffnung des Überseequartiers bereits 2021 stattfinden sollen. Wegen technischer Probleme, Sicherheitsmängel und zuletzt eines Wasserschadens hatte die Eröffnung mehrfach verschoben werden müssen. Die Baukosten stiegen von geplanten 860 Millionen Euro auf 2,45 Milliarden. Hugo Boss hatte diese Umstände zum Anlass genommen, sich entgegen ursprünglicher Planungen gegen eine Eröffnung im Überseequartier zu entscheiden.
- Adidas setzt auf EM-Senkrechtstarter Calafiori
Premiere in der Bodywear-Strategie von Adidas: Erstmals überhaupt stellt die Marke mit Riccardo Calafiori einen Unterwäsche-Botschafter vor. Der italienische Nationalspieler machte bei der EM 2024 mit starken Leistungen international auf sich aufmerksam und wechselte nach dem Turnier in die Premier League zu Arsenal. Nun wird er zum Aushängeschild der neuen Adidas Active Flex Collection . In der aktuellen Kampagne zeigt sich Calafiori abseits des Spielfelds – etwa beim Entspannen nach dem Spiel oder im Waschsalon – stets im sportlich-lässigen Stil, für den Adidas Underwear stehen will. „Die Menschen kennen mich als Fußballspieler, und ich glaube, sie wissen, wie viel es mir bedeutet, meinen Verein und mein Land so gut wie möglich zu repräsentieren“, sagt Calafiori. „Aber abseits des Platzes interessiere ich mich sehr für Mode – deshalb ist es schön, dass die Leute nun auch eine andere Seite von mir sehen: den Menschen hinter dem Spieler.“ Im Zentrum der Kampagne steht die neue Active Flex Collection . Die Kollektion besteht aus drei Modellen aus weichem elastischem Baumwollmaterial mit 4-Wege-Stretch, feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften und konturierter Passform. Neben den Active Flex Cotton 3-Stripes Briefs und den dazu passenden Trunks mit ikonischem Streifen-Design bietet die Linie auch eine schlichtere Variante mit minimalistischer Heatseal-Logo-Applikation. Erhältlich ist die Kollektion ab sofort unter adidasunderwear.com , im Handel sowie über die adidas App.
- Neuer Schiesser-Store in Koblenz
Mit einem neuen Laden im Koblenzer Löhr Center baut Schiesser seine Präsenz im stationären Handel aus. Anfang diesen Monats eröffnete das Traditionsunternehmen aus Radolfzell im Erdgeschoss einen Laden mit 127 Quadratmetern. Hier präsentiert Schiesser ein hochwertiges Sortiment an Tag- und Nachtwäsche für Damen und Herren. „Mit dem neuen Store im Löhr Center schaffen wir einen Ort, an dem Qualität, Zeitgeist und Vertrauen erlebbar werden“, sagt Sonja Balodis, CEO der SCHIESSER Group. „Wir möchten ein Einkaufserlebnis schaffen, das einlädt und inspiriert – damit unsere Kundinnen und Kunden sich in ihrer Wäsche von Kopf bis Fuß wohlfühlen.“ Der Ladenbau folgt dem Schiesser-Konzept und will offen und einladend wirken. Warme Farben und Materialien laden zum Verweilen ein, die großzügige Gestaltung lässt viel Raum für persönliche Beratung. Die Verbindung aus Tradition und Moderne zieht sich nicht nur durch das Sortiment, sondern durch das gesamte Einkaufserlebnis. schiesser.com
- Stadtzentren: Im Osten lebendiger, im Westen baufälliger
Eine Sonderauswertung des Handelsverband Deutschland hat interessante Unterschiede zwischen den Innenstädten in Ost und West ergeben. Die Stadtzentren seien im Osten lebendiger, denn: "Im Osten sind mehr öffentliche Einrichtungen, Arbeitsplätze, Bildungsinstitutionen und Dienstleistungen in den Zentren angesiedelt. Das bringt mehr Menschen in die Innenstädte", erklärt Susann Liepe, Vizepräsidentin des City-Management-Verband Ost (CMVO). Das sei ein großer Vorteil, da man so im Alltag automatisch eine höhere Zahl an Menschen in der Innenstadt habe. Das sorge dann in der Folge auch für rentablere Geschäftsmodelle für Einzelhandel, Gastronomie und weitere Dienstleistungen. Im Osten besuchen dementsprechend mehr als 18 Prozent täglich die City, im Westen nur zehn Prozent. Auch den Handlungsbedarf vor Ort schätzen Besuchende der Innenstädte in Ost und West unterschiedlich ein: Während Westdeutsche in ihren Innenstädten einen hohen Sanierungsbedarf sehen, scheinen die nach der Wende oft aufwendig gestalteten Stadtzentren in Ostdeutschland noch die Standards moderner Innenstädte zu erfüllen. Ein ähnliches Programm gab es für den Westen jedoch nicht. "Wir brauchen vielerorts dringend Sanierungsprogramme für mehr Aufenthaltsqualität und attraktiven Städtebau", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, Stefan Genth. Er fordert die Verdoppelung der jährlichen Bundesmittel für die Städtebauförderung, jeder Euro hier sei gut investiertes Geld, da jeder geförderte Euro private Investitionen von durchschnittlich acht Euro auslöse. "Zudem braucht es Sonderabschreibungen für Investitionen in die Innenstädte. Das hat bei der damaligen Vitalisierung der ostdeutschen Stadtzentren zu erheblichen privaten Investitionen geführt. Je eher desto besser – denn Erhaltung ist fast immer einfacher und sinnvoller als Neubau", so Genth. einzelhandel.de











