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Ohne Staatsausgaben kein Wachstum

13. Okt.
1 Min. Lesezeit


Der Staat gibt mehr Geld aus, Unternehmen und Verbraucher:innen halten sich zurück: Seit 2020 kommt das ohnehin geringe Wirtschaftswachstum in Deutschland ausschließlich aus staatlichen Impulsen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).


Zwischen 2020 und 2025 bremste der private Sektor das Wachstum im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozentpunkte. Staatliche Ausgaben und Investitionen steuerten dagegen 0,6 Prozentpunkte bei.


Besonders deutlich wird die Schieflage beim Konsum: Während die realen staatlichen Konsumausgaben seit 2019 um mehr als 16 Prozent stiegen, legten die privaten lediglich um 4,5 Prozent zu. Auch bei den Investitionen klafft eine Lücke. Die privaten Investitionen lagen im zweiten Quartal 2026 mehr als zehn Prozent unter dem Niveau von 2019.


Für den Einzelhandel sind vor allem die schwachen privaten Konsumausgaben ein wichtiges Konjunktursignal: Ob Verbraucher:innen Geld ausgeben, hängt von ihrer wirtschaftlichen Situation ab. „Die deutsche Wirtschaft kommt aus eigener Kraft nicht mehr vom Fleck“, sagt IW-Konjunkturchef Michael Grömling. Neben staatlichen Investitionen brauche es deshalb Strukturreformen, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern.



 
 
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