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Lenzing: 300 Millionen Euro für Konzernumbau

vor 14 Stunden
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Der österreichische Faserhersteller Lenzing stärkt seine Eigenkapitalbasis und treibt gleichzeitig den Umbau seines Geschäfts voran. Eine vollständig garantierte Kapitalerhöhung soll rund 300 Millionen Euro einbringen. Die bestehenden Aktionärinnen und Aktionäre können bis zum 20. Oktober neue Aktien zum Bezugspreis von 8,65 Euro zeichnen. Die Hauptaktionäre B&C-Gruppe und Suzano sowie die Oberbank haben ihre Beteiligung zugesagt.


Hintergrund ist auch die angespannte Finanzlage des Konzerns. Zum 30. Juni 2026 lag die Nettofinanzverschuldung bei 1,36 Milliarden Euro, die bereinigte Eigenkapitalquote betrug 29,7 Prozent. Die Kapitalerhöhung ist Teil eines umfassenderen Refinanzierungspakets und soll finanziellen Spielraum für die strategische Neuausrichtung schaffen.


Unter dem Motto „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ will Lenzing das Vliesstoffgeschäft ausbauen und sein Textilgeschäft stärker auf margenstarke Premiumfasern, Spezialitäten und strategische Kundschaft konzentrieren. Gleichzeitig plant das Unternehmen, sich schrittweise aus dem Geschäft mit margenschwachen Standardfasern zurückzuziehen und Produktionskapazitäten auf Vliesstofffasern umzustellen.


Lenzing setzt im Textilbereich künftig verstärkt auf höherwertige Faserlösungen, darunter die Marken TENCEL und LENZING ECOVERO. Welche konkreten Auswirkungen die Neuausrichtung auf das Faserangebot und die Lieferbeziehungen haben wird, ist noch offen.


 
 
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